In der Bäderbranche gibt es keine klassische Grundbildung zur Badmeisterin oder zum Badmeister. Fast alle, die heute in einem Hallenbad oder Freibad arbeiten, haben vorher etwas anderes gelernt: Handwerk, Gastronomie, Detailhandel, Pflege, Sicherheitsdienst. Genau deshalb ist der Einstieg über die Badaufsicht offen – du brauchst ein Rettungsbrevet, BLS-AED und die Bereitschaft, im Schichtdienst zu arbeiten.
Was ein Betrieb wirklich prüft, ist deine Wassersicherheit und dein Verhalten unter Druck. Für das Brevet Schweizer Badmeister:in musst du unter anderem 500 Meter in weniger als 13 Minuten schwimmen, 20 Meter streckentauchen und einen Rettungsparcours in unter zwei Minuten absolvieren. Das ist kein Leistungssport, aber es ist auch nicht nebenbei zu erledigen. Wer aus einem Bürojob kommt, sollte einige Monate vorher regelmässig ins Wasser.
Felix-Lukas Graf, der Gründer dieser Plattform, hat den Weg selbst hinter sich: gelernter Hufschmied, danach Sicherheitsspezialist bei einem Sicherheitsdienst, seit 2019 in Bädern, heute Betriebsleiter eines Badbetriebs mit Restaurant im Toggenburg, Experte für das Brevet Schweizer Badmeister:in bei der OdA igba und BLS-AED-Instruktor beim Schweizerischen Badmeisterverband. Vom ersten Dienst an der Badaufsicht bis zur Betriebsleitung vergingen bei ihm gut drei Jahre.
Ein Vorteil, den du aus deinem alten Beruf mitbringst, ist in einem Bad fast immer etwas wert: Handwerker verstehen die Technik schneller, Leute aus dem Gastgewerbe kommen mit Gästen und Stossbetrieb klar, wer aus der Pflege oder vom Rettungsdienst kommt, ist im Notfall ruhig. Erwähne das in deiner Bewerbung – es ist kein Umweg, es ist ein Argument.