Stellen in Bädern im Kanton Thurgau
Wir sagen es offen: badmeisterpool.ch startet gerade, und die Stellenliste für den Thurgau ist noch kurz. Was du hier trotzdem findest: eine nüchterne Einordnung des Thurgauer Bäderarbeitsmarkts, die Lohnbänder für die vier Hauptfunktionen und den Weg zu den Brevets, die hier verlangt werden.

Was den Bäderarbeitsmarkt im Thurgau ausmacht
Der Thurgau ist stark von Freibädern geprägt. Der Bodensee und die vielen Gemeindeanlagen sorgen für eine ausgeprägte Saison: Die Arbeitsspitze liegt zwischen Mai und September, ausgeschrieben wird meist von Januar bis März. Wer erst im Juni sucht, kommt für die laufende Saison zu spät.
Ganzjährige Vollzeitstellen entstehen dort, wo zusätzlich ein Hallenbad läuft. In Zentren wie Frauenfeld, Kreuzlingen, Amriswil oder Weinfelden gibt es solche öffentlichen Anlagen. Das sind Beispiele, keine Aussage über offene Stellen. Oft sind Hallen- und Freibad organisatorisch verbunden, und das Personal wechselt über das Jahr zwischen beiden. Diese Kombination ergibt ein volles Pensum ohne Saisonlücke.
Arbeitgeber sind überwiegend die Gemeinden, teils über Zweckverbände. Dazu kommen private Betriebe: Hotel- und Wellnessanlagen am See, Therapiebäder, Campingplätze mit eigenem Becken. Kommunale Stellen laufen nach Gemeindereglement, private Betriebe verhandeln individuell. Die Arbeitswege sind kurz, von Frauenfeld nach Kreuzlingen oder Amriswil sind es 30 bis 40 Minuten. Rechne dafür mit Früh-, Abend- und Wochenenddiensten.
Was bei einer Bewerbung im Thurgau zählt
Fünf Punkte, die in Gesprächen mit Thurgauer Betrieben immer wieder aufkommen.
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Gültige Rettungsfähigkeit
Rettungsbrevet und BLS-AED laufen nach zwei Jahren ab. Leg die Ausweise mit Ablaufdatum bei, abgelaufen zählt wie nicht vorhanden.
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Früh bewerben
Für die Freibadsaison entscheiden viele Gemeinden im ersten Quartal. Wer im Januar oder Februar dossiert, hat die Auswahl.
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Technikwissen zeigen
Kleinere Anlagen erwarten, dass die Badeaufsicht die Wasseraufbereitung mitträgt. Die Fachbewilligung Badewasserdesinfektion ist ein starkes Argument.
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Flexibilität bei Diensten
Wochenende, Feiertage und Schönwettertage sind die Hauptzeiten. Nenne konkret, an welchen Tagen und Randzeiten du verfügbar bist.
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Erreichbarkeit belegen
Gemeinden fragen nach Anfahrt und Pikett. Wohnort im Kanton oder in der Nachbarregion ist ein echter Vorteil.
Lohnbänder und worauf es im Thurgau ankommt
Schweizer Richtwerte für die vier Hauptfunktionen. Kommunale Anstellungen orientieren sich am Gemeindereglement.
| Funktion | Lohnband | Worauf es im Kanton Thurgau ankommt |
|---|---|---|
| Badaufsicht | CHF 28–40/Std. | Stundenlohn, oft Saisonvertrag Mai bis September. Rettungsbrevet plus BLS-AED sind Bedingung. |
| Badmeister:in | CHF 4'800–5'800/Mt | Volles Pensum meist nur mit Hallenbad im Verbund. Brevet Schweizer Badmeister:in wird zunehmend vorausgesetzt. |
| Technik | CHF 5'500–6'800/Mt | In kleineren Gemeinden oft mit Werkhof kombiniert. Fachbewilligung Badewasserdesinfektion zählt viel. |
| Betriebsleitung | CHF 6'700–8'300/Mt | Budget und Behördenkontakt mit Gemeinde oder Zweckverband. Fachmann/Fachfrau Badeanlagen eidg. FA ist der übliche Nachweis. |
Wege in die Branche vom Thurgau aus
Der Einstieg läuft über die Rettungsfähigkeit. Das SLRG Brevet Plus Pool gilt vier Jahre, der Preis richtet sich nach Sektion. Im Thurgau gibt es mehrere SLRG-Sektionen, die in Hallenbädern der grösseren Gemeinden ausbilden. Frag direkt bei der Sektion in deiner Region nach dem nächsten Kursstart. Dazu kommt BLS-AED-SRC Komplett für CHF 100 bis 220, Wiederholung alle zwei Jahre empfohlen.
Der nächste Schritt ist das Brevet Schweizer Badmeister:in der OdA igba. Es hat 2025 das Brevet igba PRO abgelöst, kostet ab CHF 640 und gilt zwei Jahre. Kurse finden an igba-Ausbildungsbädern in der ganzen Deutschschweiz statt, für den Thurgau sind die Ostschweizer Standorte am nächsten. Ins Toggenburg nach Bütschwil SG, wo Felix Graf das Hallenbad leitet, sind es je nach Wohnort 30 bis 60 Minuten, ab Wil SG rund eine Viertelstunde.
Längerfristig: Der Badangestelltenkurs BAKU hat keinen publizierten Wiederholungsrhythmus und kostet CHF 5'600, mit berechtigtem BBF-Rabatt CHF 4'200 und setzt vier Kurswochen in Fünftagesblöcken sowie zwölf Monate Erfahrung voraus. Für Technik und Leitung folgen die Fachbewilligung Badewasserdesinfektion (CHF 1'680) und die Fachmann/Fachfrau Badeanlagen eidg. FA (Vorkurs CHF 13'120 plus Prüfung CHF 2'400, Bundesbeitrag zum Vorkurs in der Regel CHF 6'560).
Häufige Fragen aus dem Thurgau
Finde ich im Thurgau eine ganzjährige Stelle oder nur Saisonarbeit?
Beides. Reine Freibäder bieten Saisonverträge von Mai bis September. Ganzjährige Pensen entstehen dort, wo eine Gemeinde zusätzlich ein Hallenbad betreibt oder Bad und Werkhof kombiniert sind.
Reicht das SLRG-Brevet, um im Thurgau zu arbeiten?
Für die Badeaufsicht in der Saison sind ein gültiges Rettungsbrevet und BLS-AED-SRC meist die Mindestanforderung. Als Badmeister:in verlangen die Betriebe zunehmend das Brevet Schweizer Badmeister:in. Beide Ausweise dürfen nicht älter als zwei Jahre sein.
Wer zahlt meine Weiterbildung?
Das ist Verhandlungssache. Viele Gemeinden übernehmen Kurs- und Wiederholungskosten ganz oder teilweise, oft gegen eine Rückzahlungsklausel. Bei der Fachmann/Fachfrau Badeanlagen eidg. FA kommt der Bundesbeitrag von in der Regel CHF 6'560 dazu. Sprich das im Gespräch offen an.
Ich wohne im Thurgau, sehe aber kaum Inserate. Was tun?
Unsere Liste ist noch kurz, das stimmt. Schau parallel auf den Websites der Gemeinden und Zweckverbände, dort erscheinen Saisonstellen oft zuerst. Und melde dich bei uns: Wir sagen dir, welche Brevets für dein Ziel nötig sind.
Nächster Schritt
Alle aktuellen Inserate findest du in der Stellenübersicht. Wenn du unsicher bist, welches Brevet für deinen nächsten Schritt zählt, vergleiche sie in der Übersicht.